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Akustische Leckortung: Leckagen nach Gehör präzise finden

TÜV-Rheinland-zertifizierter Fachbetrieb 4,90 / 5 aus 198 Bewertungen

Akustische Leckortung findet Rohrleckagen anhand der Strömungs- und Vibrationsgeräusche, die austretendes Wasser unter Druck in der Leitung erzeugt. Mit einem empfindlichen Boden- oder Körperschallmikrofon lässt sich die Position des Lecks oft auf wenige Zentimeter genau bestimmen, ohne Wand oder Estrich vorher zu öffnen. Das Verfahren gehört zu den ältesten und zugleich zuverlässigsten Methoden der Leckortung und wird häufig als erster Schritt eingesetzt.

Das Prinzip: Wasser unter Druck macht Geräusche

Tritt Wasser aus einer druckführenden Leitung aus, entsteht an der Leckstelle eine Strömung, die sich als charakteristisches Geräusch über das Rohrmaterial und angrenzende Bauteile fortpflanzt. Dieses Geräusch liegt oft außerhalb dessen, was das menschliche Ohr direkt zuordnen kann, ein spezielles Mikrofon macht es hörbar und lokalisierbar.

Elektroakustische Verfahren im Detail

Der Fachbetrieb arbeitet mit einem Bodenmikrofon für Leckagen unter Estrich oder im Erdreich und einem Körperschallmikrofon für Leitungen, die direkt zugänglich oder in Wänden verlegt sind. Ein Verstärker macht die aufgenommenen Geräusche hörbar und filtert Umgebungslärm heraus. Durch den Vergleich von Lautstärke und Klangcharakteristik an mehreren Messpunkten lässt sich die Position des Lecks eingrenzen, oft bis auf einen sehr kleinen Bereich.

Wo die Methode besonders gut funktioniert

Am zuverlässigsten arbeitet die akustische Leckortung bei druckführenden Leitungen, also etwa der Trinkwasserversorgung, da hier ein klares Strömungsgeräusch entsteht. Auch unter Estrich oder im Erdreich verlegte Leitungen lassen sich gut orten, weil sich der Körperschall über feste Materialien besonders gut überträgt. Je härter und homogener das Übertragungsmaterial, desto präziser das Ergebnis. Metallrohre leiten den Körperschall in der Regel besser als Kunststoffleitungen, was die Ortung dort tendenziell erleichtert.

Auch bei einem ungeklärt hohen Wasserverbrauch, wenn also der Wasserzähler auf einen Verlust hindeutet, ohne dass eine feuchte Stelle sichtbar ist, ist die akustische Messung häufig der erste sinnvolle Schritt. Sie liefert schnell eine erste Eingrenzung, bevor größere Untersuchungen nötig werden.

Grenzen der akustischen Leckortung

Bei drucklosen Leitungen, etwa Abwasserrohren, entsteht kein für dieses Verfahren nutzbares Strömungsgeräusch, hier kommen andere Methoden zum Einsatz. Auch sehr kleine, leise Leckagen oder eine laute Umgebung, etwa an stark befahrenen Straßen oder in Gewerbebetrieben, erschweren die Messung. In solchen Fällen ergänzt der Fachbetrieb die akustische Ortung mit Tracergas oder Thermografie, um das Ergebnis abzusichern.

Abgrenzung zu Ultraschall und Thermografie

Die akustische Leckortung ist nicht das einzige Verfahren im Werkzeugkasten der Leckageortung. Bei der Ultraschall-Leckortung werden andere, höherfrequente Geräuschanteile ausgewertet, was sie für bestimmte Leitungsarten ergänzend geeignet macht. Details dazu finden Sie im Beitrag Ultraschall-Leckortung: Technologie und Anwendung. Die Thermografie wiederum macht Temperaturunterschiede durch austretendes Wasser sichtbar und eignet sich besonders dort, wo akustische Verfahren an ihre Grenzen stoßen, etwa in stark gedämmten oder besonders leisen Umgebungen. Mehr dazu im Beitrag Thermografie in der Leckageortung. In der Praxis kombiniert der Fachbetrieb die Verfahren oft, statt sich auf eines allein zu verlassen.

Ablauf beim Fachbetrieb

Nach einer ersten Einschätzung der Leitungsführung setzt der Techniker das Bodenmikrofon an mehreren Punkten entlang der vermuteten Trasse an und vergleicht die Geräuschpegel. Wird die Position eingegrenzt, folgt eine Feinmessung mit dem Körperschallmikrofon, um den Punkt möglichst genau zu bestimmen. Parallel dazu fließen Planunterlagen und, wenn vorhanden, Erfahrungswerte zur Leitungsführung im Gebäude in die Bewertung ein, damit die Messpunkte gezielt gesetzt werden. Erst wenn die Position mit ausreichender Sicherheit feststeht, wird geöffnet, gezielt und so klein wie möglich.

Zerstörungsarm als größter Vorteil

Der entscheidende Vorteil der akustischen Leckortung ist, dass sie ohne große Aufgrabungen oder das flächige Öffnen von Wänden auskommt. Statt probeweise mehrere Stellen zu öffnen, wird gezielt an der ermittelten Position gearbeitet. Das spart Zeit, reduziert Folgeschäden und hält den Sanierungsaufwand nach der Ortung überschaubar. Gerade bei bewohnten Räumen, gefliesten Bädern oder hochwertigen Böden macht dieser Unterschied den größten Teil der Gesamtkosten eines Wasserschadens aus, denn jede unnötig geöffnete Fläche muss anschließend wieder fachgerecht hergestellt werden.

Mehr zum Thema

Einen Überblick über alle gängigen Methoden zur Leckortung finden Sie im Beitrag Effektive Methoden, um ein Leck in der Wasserleitung zu finden. Mehr zu unserem Leistungsangebot lesen Sie unter Leckageortung.

Häufige Fragen

Wie genau ist die akustische Leckortung?

Bei druckführenden Leitungen und gutem Übertragungsmaterial lässt sich die Leckstelle oft auf wenige Zentimeter genau eingrenzen. Die Genauigkeit hängt von Leitungsart, Verlegetiefe und Umgebungslärm ab. Der Techniker gleicht das Ergebnis daher meist durch Messungen an mehreren Punkten ab.

Funktioniert das Verfahren auch bei Abwasserleitungen?

Nur eingeschränkt, weil drucklose Leitungen kein nutzbares Strömungsgeräusch erzeugen. Für solche Fälle kommen andere Verfahren wie Kamerainspektion, Tracergas oder Thermografie zum Einsatz. Der Fachbetrieb wählt die Methode passend zur betroffenen Leitung.

Muss für die Messung schon etwas geöffnet werden?

Nein, die akustische Leckortung arbeitet zerstörungsfrei von außen über Boden- oder Körperschallmikrofon. Geöffnet wird erst gezielt an der Stelle, die durch die Messung ermittelt wurde. Das hält den Aufwand für die anschließende Reparatur gering.

Wie lange dauert eine akustische Leckortung?

Bei überschaubaren Leitungsabschnitten ist die Messung meist innerhalb weniger Stunden abgeschlossen. Größere oder verzweigte Leitungssysteme sowie eine schwierige Geräuschsituation können die Messung verlängern. Der Fachbetrieb gibt nach der Erstbegehung eine realistische Einschätzung.

Was passiert, wenn die akustische Messung kein eindeutiges Ergebnis liefert?

Dann ergänzt der Fachbetrieb die Messung meist um Tracergas oder Thermografie, um die Position abzusichern. Diese Kombination ist bei drucklosen Leitungen, sehr leisen Leckagen oder lauter Umgebung üblich. Ziel bleibt in jedem Fall, möglichst zerstörungsarm zur Ursache zu kommen.

Verdacht auf ein Leck?

ROHTEC ortet Leckagen mit akustischen, thermografischen und weiteren Verfahren, zerstörungsarm und mit über 198 Bewertungen bei 4,90 von 5 Sternen. Als TÜV-Rheinland-zertifizierter Fachbetrieb sind wir im Rhein-Main-Gebiet auch über den 24h-Notdienst erreichbar. Rufen Sie uns unter 06181 9838167 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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