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Rückstauklappe warten: Intervalle, Ablauf und typische Mängel

TÜV-Rheinland-zertifizierter Fachbetrieb 4,90 / 5 aus 198 Bewertungen

Eine Rückstauklappe braucht eine Wartung im halbjährlichen Rhythmus: Sichtprüfung, Reinigung von Klappe und Dichtung, Funktionstest und bei Bedarf der Austausch verschlissener Teile. Nur eine regelmäßig gewartete Klappe schließt im Ernstfall zuverlässig. Eine verschmutzte oder verklemmte Klappe versagt genau dann, wenn sie gebraucht wird, nämlich bei Starkregen.

Was eine Rückstausicherung grundsätzlich ist und welche Bauarten es gibt, erklären wir ausführlich im Beitrag Was ist Rückstausicherung. Hier geht es ausschließlich um die Wartung.

Warum die Wartung über den Schutz entscheidet

Eine Rückstauklappe ist ein mechanisches Bauteil, das täglich Abwasser und Schmutz ausgesetzt ist. Fett, Haare, Toilettenpapierreste und Kalk lagern sich an Klappe und Dichtung ab. Bleibt das unbemerkt, schließt die Klappe nicht mehr vollständig oder verklemmt ganz, und beim nächsten Starkregen drückt das überlastete Kanalnetz Abwasser durch die offene Sicherung zurück ins Haus.

Nach DIN EN 13564 sind Rückstauverschlüsse regelmäßig zu warten und zu prüfen. Wer die Wartung dokumentiert nachweisen kann, steht im Schadenfall gegenüber der Versicherung deutlich besser da, vernachlässigte Wartung kann dagegen den Versicherungsschutz kosten.

Der Wartungsrhythmus im Detail

Als Richtwert gilt eine Inspektion zweimal jährlich, ergänzt um eine gründlichere Jahreswartung. Bei stark genutzten Anlagen, etwa in Mehrfamilienhäusern oder Gewerbeobjekten, kann ein engerer Turnus sinnvoll sein. Elektrische Rückstauautomaten prüfen sich teils selbst und melden Störungen, ersetzen die manuelle Wartung aber nicht.

  • Halbjährlich: Sichtprüfung, Reinigung, Funktionstest der Klappe.
  • Jährlich: gründliche Wartung mit Prüfung von Dichtung und Mechanik, Austausch von Verschleißteilen.
  • Vor der Starkregensaison: zusätzliche Kontrolle, damit die Sicherung funktioniert, wenn sie gebraucht wird.

Wartung Schritt für Schritt

Eine fachgerechte Wartung folgt einem festen Ablauf. So gehen unsere Techniker vor:

  1. Sichtprüfung: Gehäuse, Klappe und Dichtung auf Risse, Korrosion und Abnutzung kontrollieren.
  2. Reinigung: Ablagerungen an Klappe, Dichtsitz und im Gehäuse entfernen, damit die Klappe sauber schließt.
  3. Funktionstest: die Verschlussklappe von Hand betätigen und prüfen, ob sie leichtgängig öffnet und dicht schließt.
  4. Dichtheitsprüfung: nach DIN EN 13564 prüfen, ob der Verschluss dem Rückstaudruck standhält.
  5. Verschleißteile tauschen: spröde Dichtungen, abgenutzte Klappen oder defekte Verschlüsse ersetzen.
  6. Dokumentation: Wartung mit Datum, Ergebnis und getauschten Teilen protokollieren.

Typische Mängel und wie Sie ihnen vorbeugen

Verstopfung und verklemmte Klappe

Das häufigste Problem sind Ablagerungen, die die Klappe blockieren. Vorbeugen lässt sich mit regelmäßiger Reinigung und dem bewussten Umgang mit dem Abwasser: kein Fett, keine Feuchttücher und keine Hygieneartikel in die Toilette. Beides hält die Mechanik frei.

Poröse oder undichte Dichtung

Dichtungen werden mit der Zeit spröde und schließen nicht mehr vollständig. Bei der jährlichen Wartung werden sie geprüft und rechtzeitig ersetzt, bevor sie undicht werden.

Mechanischer Ausfall

Verschleiß an Scharnier oder Verschluss führt dazu, dass die Sicherung im Ernstfall nicht mehr arbeitet. Solche Schwachstellen erkennt man bei der Inspektion früh und kann sie austauschen, bevor ein Wasserschaden entsteht.

Wartungsprotokoll als Versicherungsnachweis

Viele Versicherer verlangen im Schadenfall den Nachweis, dass die Rückstausicherung funktionsfähig und gewartet war. Ein lückenloses Wartungsprotokoll mit Datum, geprüften Punkten und getauschten Teilen ist genau dieser Nachweis. Fehlt er, kann die Versicherung die Leistung kürzen, selbst wenn die Klappe technisch in Ordnung war.

Wartungsvertrag oder Einzeltermine?

Bei einer einzelnen, gut zugänglichen Klappe reichen meist vereinbarte Einzeltermine im halbjährlichen Rhythmus. Bei mehreren Sicherungen im selben Gebäude, etwa in einem Mehrfamilienhaus, oder bei Objekten mit wechselnder Verwaltung lohnt sich ein Wartungsvertrag: Die Termine laufen automatisch, das Protokoll wird durchgehend geführt, und es entsteht keine Lücke, wenn eine Wartung im Alltag einmal untergeht. Für Eigentümergemeinschaften ist das zusätzlich hilfreich, weil sich die Zuständigkeit nicht bei jedem Termin neu klären muss.

Selbst warten oder Fachbetrieb beauftragen?

Eine einfache Sichtkontrolle und das Entfernen grober Ablagerungen können Eigentümer selbst übernehmen. Die normgerechte Dichtheits- und Funktionsprüfung, der Austausch von Verschleißteilen und das prüffähige Protokoll gehören jedoch in Fachhände. Nur so ist im Schadenfall belegt, dass die Anlage funktionstüchtig war.

ROHTEC ist ein TÜV-Rheinland-zertifizierter Fachbetrieb mit 24h-Notdienst im Rhein-Main-Gebiet, über 198 Bewertungen mit 4,90/5 und arbeitet zerstörungsarm.

Mehr zum Thema

Was eine Rückstausicherung grundsätzlich ist und welche Bauarten es gibt, lesen Sie im Beitrag Was ist Rückstausicherung. Warum eine dokumentierte Wartung auch für den Versicherungsschutz zählt, erklären wir in Rückstau und Versicherung. Einen technischen Vergleich der Bauarten finden Sie unter Rückstauklappe, Rückstauverschluss oder Hebeanlage im Vergleich.

Häufige Fragen

Wie oft muss eine Rückstausicherung gewartet werden?

In der Regel zweimal jährlich, ergänzt durch eine gründliche Jahreswartung. Nach DIN EN 13564 sind Rückstauverschlüsse regelmäßig zu prüfen und zu warten. In stark genutzten Gebäuden oder vor der Starkregensaison kann ein engerer Turnus sinnvoll sein.

Kann ich die Rückstausicherung selbst warten?

Eine Sichtkontrolle und das Entfernen grober Ablagerungen können Sie selbst übernehmen. Die normgerechte Dichtheits- und Funktionsprüfung sowie der Austausch von Verschleißteilen sollten jedoch von einem Fachbetrieb mit prüffähigem Protokoll durchgeführt werden.

Was passiert, wenn die Wartung vernachlässigt wird?

Eine verschmutzte oder verklemmte Klappe schließt im Ernstfall nicht mehr, und Abwasser drückt bei Starkregen ins Gebäude zurück. Zusätzlich kann fehlende Wartung im Schadenfall den Versicherungsschutz gefährden, da der ordnungsgemäße Zustand der Anlage nicht nachweisbar ist.

Welche Teile verschleißen an einer Rückstausicherung?

Vor allem Dichtungen und die Verschlussklappe. Dichtungen werden mit der Zeit spröde, Klappen und Scharniere nutzen sich durch die ständige Belastung ab. Diese Teile werden bei der Wartung geprüft und rechtzeitig ersetzt.

Wartung vom Fachbetrieb sichern

Eine gewartete Rückstausicherung ist Ihr verlässlicher Schutz vor Kellerüberflutung bei Starkregen. Wir übernehmen Einbau und Wartung Ihrer Rückstauklappen normgerecht und mit Protokoll. Kontaktieren Sie uns für einen Wartungstermin, unser 24h-Notdienst ist im Rhein-Main-Gebiet unter 06181 9838167 erreichbar.

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